Optionshändler – die schwärzesten unter der schwarzen Schafherde ?

Jetzt ist es also raus – die wirklichen Hintermänner hinter Wirtschaftskrisen und Kriminalität sind nicht die Banker und Hedgefondmanager – es sind die Optionshändler ^^.

Bild Schlagzeile Optionen
So in etwas könnte man die gestrigen Schlagzeilen der Lügenpresse  Qualitätsmedien interpretieren (siehe Titelbild und unter welcher Überschrift es eingruppiert wurde). Da in Deutschland Aktienhändler sowiso generell eher die „Bösen“ sind hat man mit den Optionshändler nun nochmal eine besonders Böse Untergruppe identifiziert.

Berichtet wurde über den vermutlichen Hintergrund des Sprengstoffanschlags auf den BVB Dortmund Bus. Anscheinend war der Plan mittels des Anschlags einen Absturz der BVB Aktie herbeizuführen an dem der Attentäter dann verdient hätte weil er vorher tausende Put Optionen gekauft hätte.

Zur Erklärung an die Nicht-Options-Trader : Theoretisch hätte das funktioniert.

Durch den kauf der Put-Option hat sich der Beschuldigte ein recht gekauft die BVB Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft z.B. für 5.00 € verkaufen zu dürfen.
Stürzt der Kurs der Aktie dann nach unten z.B. auf 3.00 € dann macht der Optionskäufer pro Aktie 2 € Gewinn (er kauft die Aktien zum aktuellen Preis von 3 € und darf sie dank der Put Option für 5 € verkaufen).

Was die Medienhorde allerdings übersieht wenn es den Optionshandel gleichsetzt mit den bösen Marktmanipulatoren die im großen Aktiencasino auf Teufel komm raus zocken und denen die Auswirkungen egal sind:

Optionskäufe oder – Verkäufe sind ein Unterschied zu Leerverkäufen

Ein Leerverkauf hat direkten Einfluss auf die Aktienkurse da es tatsächliche Verkäufe sind die den markt entsprechend beeinflussen und direkt dadurch manipulierend wirken.

Ein Optionskäufer hingegen spekuliert mit seinen Positionen darauf , dass der Kurs einer bestimmten Aktie steigt oder fällt – aber er tut es nicht aktiv. Seine Positionen beeinflussen den Markt nicht.

Wenn man dem „Glück“ nachhelfen will muss man also auf anderen Wegen manipulieren – so wie es der Bombenbastler gemacht hat. Und das ist dann ganz „normale“ Kriminalität wie man sie mittels jedes anderen „Wirtschaftsinstruments“ ebenso machen könnte.

In dem man zum Beispiel ein Restaurant eröffnet und online ein Bild veröffentlichen wie man angeblich im Restaurant nebenan einen Käfer im Salat findet. Oder ,um beim Thema Wetten zu bleiben, man besticht einfach ein paar Spieler und setzt bei den Sportwetten auf das erwartete Ergebnis.

Aber jetzt wo die „mediale Sau“ der kriminellen Optionshändler durchs Dorf getrieben wird springen alle auf den Zug auf und man darf gespannt sein ob sich die „Qualitätspolitiker“ ebenfalls dazu hinreißen lassen auf den Zug aufzuspringen.

Dazu zitiere ich mal einen Ausschnitt aus dem Leitartikel unser Regionalzeitung:

„Der Handel mit Optionsscheinen hat so wenig mit der Realwirtschaft zu tun wie eine Wette beim Hunderennen mit Sport. Das Wetten auf Aktienkurse ist nichts anderes als Glücksspiel. Und wo gezockt wird gibt es immer die Versuchung zu manipulieren.Da muss der Staat regulierend eingreifen – auch mit Verboten.“

Hoffen wir das sich das Strohfeuer wieder legt und man nicht auf die glorreiche Idee kommt den Optionshandel auf eine Stufe mit Marktmanipulation und Leerverkäufen zu stellen sonst dürften sich Optiontraderseiten wie Easydividend und Der Stillhalter demnächst mit Seiten wie Piratebay auf  der „roten Liste“ der Herrschenden wiederfinden 😀

2 Replies to “Optionshändler – die schwärzesten unter der schwarzen Schafherde ?

  1. Hallo,

    Als ich deine Überschrift auf Finanzblogroll gelesen habe, musste ich natürlich sofort hier weiter lesen.

    Das große Problem ist tatsächlich, dass sich diese ganzen Medien-Affen kein Stück damit auskennen, worüber sie eigentlich schreiben. So wie dein Zitat am Ende des Textes: Zuerst schreiben sie von Optionen und dann wieder von Optionsscheinen. Dass dies zwei komplett verschiedene Welten sind wissen die wohl gar nicht.

    Dieses Zitat würde ich sogar unterstützen, da Optionsscheine meiner Meinung nach wirklich nichts anderes als eine Wette sind. Wenn Optionsscheine verboten werden, denke die Leute vielleicht mal drüber nach und handeln richtige Optionen, und werden auch dauerhaft profitabel.

    In den USA sind Optionsscheine großteils verboten, dort wird wohl etwas mehr auf den Anleger aufgepasst. Dafür gibt es auch viel mehr Investoren, die tatsächlich seit über 20-30 Jahren Optionen handeln und sich damit einen sehr guten Lebensstil finanzieren konnten.

    Wenn der Optionshandel auf eine Stufe mit Marktmanipulation gestellt wird, hat der Hausverstand versagt. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie man als Autor in einer Zeitung etwas verzapft, was überhaupt keine Wahrheit beinhaltet. Wie du schon sagst, es ist und bleibt Lügenpresse. Genau aus diesem Grund lese ich gar keine Zeitung mehr, du kannst nichts glauben, was da verzapft wird.
    Leider sind die angeschmierten die Leser der Zeitung. Sie wissen es ja auch nicht besser und glauben das was da drin steht.

    Falls wir mit Piratebay und so weiter zu tun bekommen bin ich gerne bereit den Kampf auszuführen. Ich bin 100 Prozent von meinem Handel überzeugt, und ich werde weiterhin dafür kämpfen den Leuten dies beizubringen, die sich dafür interessieren.

    Danke für diesen Artikel und für die Verlinkung !

    mfG Chri

    1. Hey Chri,

      danke für deinen Kommentar.
      Ja wie so oft wenn die Medien über irgendetwas berichten was etwas abseits des Masseninteresses steht (wie z.B. weltpolitische/geschichtliche Schwerpunkt wie das Trennungsverhalten der Lombardis und der letzte Urlaub der Geißens) wird munter alles was grad irgendwie passt zusammengeschoben um eine Story drum drehen zu können die man mit einem schönen Aufmacher versehen kann.

      Hoffen wir mal einfach, dass dieses Thema wie so viele andere eigentlich wichtige Dinge nach 1-2 falschen Schlagzeilen wieder in der Versenkung der Mainstream-Presse verschwindet.

      mfg
      Oli

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