Wie ihr den BlackFriday übersteht ohne eure Spar Anstrengungen über Bord zu werfen

Es ist wieder soweit die gelobten Wochen des Einzel- und Versandhandels stehen vor der Tür. Bei vielen Beschäftigten gibt´s Weihnachtsgeld on Top, Geschenke wollen gekauft werden und ganz allgemein muss man sich in der dunklen Jahreszeit ja auch mal eine Freunde machen. Ganz abgesehen davon, dass man draußen eh nicht viel machen kann und deshalb zwangsläufig mehr zeit hat um einen Blick in den Katalog oder die Shoppingportale zu werfen.

Der BlackFriday steht vor der Tür

War der BlackFriday vor ein paar Jahren hauptsächlich ein amerikanisches „Ereignis“ bei dem verschiedene lokale Läden besondere Angebote veröffentlichten, ist es mittlerweile ein (fast globaler) Hype geworden.

Jedes kleine Hinterhof-Nagelstudio bietet spezielle BlackFiday Deals an. Die großen Onlineanbieter sind natürlich schon weiter und es gibt eine ganze BlackWeek vorher oder mit dem Cybermonday einen Tag hintendran.

Man kann eigentlich kaum noch irgendwo surfen ohne auf „Supersonderangebote“ zu treffen, die natürlich nur noch wenige Minuten verfügbar sind und unglaubliche Rabatte beinhalten.

Gefahr für die Sparquote bzw. das Haushaltsbuch

Ich behaupte einfach mal niemand ist davor gefeit das man nicht in Verlockung gerät bei dem ein oder anderen Schnäppchen einen Impulskauf zu vollführen, einfach weil das Angebot so unglaublich gut ist und man sowieso gerade etwas mehr Geld übrig hat. Gepfiffen auf die Sparziele. Sparen kann man das ganze Jahr über…

NEIN!

Ein sparsamer Lebensstil über das Jahr ist natürlich die Grundlage um sich ein sicheres Geldpolster zu erschaffen.

Hier steige ich direkt mal ein mit meinen 5 Tipps um den Black Friday zu überstehen und trotzdem Geld zu sparen:

Punkt 1 : Ihr dürft nicht das Gefühl bekommen ihr könnt/müsst euch jetzt belohnen

Wenn ihr 11 Monate im Jahr so asketisch lebt, dass ihr in der nahenden Weihnachtszeit das Gefühl habt     „Jetzt darf ich mir mal was gönnen“ – dann ist eure Einstellung in diesen 11 Monaten ein größeres Problem als der BlackFriday. Sparsam leben soll kein Wettbewerb sein mit einem definierten Start und Zielpunkt bis zu dem ihr möglichst viel Geld auf der Seite haben müsst. Dafür ist das Leben zu kurz und zu unvorhersehbar. Ganz altmodisch gesagt: der Weg ist das Ziel. Die Sparsamkeit soll euch helfen finanzielle Sicherheiten(oder Freiheiten) während des Lebens zu generieren – nicht den größten Reichtum am Ende auf dem Sterbebett. Auch aus rein finanzieller Sicht: Wenn ihr euch das ganze Jahr über den Restaurant-Besuch verkneift und stattdessen Fertigpizza vom Discounter esst, aber dann im Dezember das opulente „Jetzt darf ichs mir mal gönnen – Sternedinner mit Theaterunterhaltung“ bucht dann bringt euch das sicher einen schönen Abend. Finanziell auf das Jahr gesehen aber eher nichts. Und ob dieser eine Abend die ganzen Monate Verzicht aufwiegt… ich bezweifle es zumindest.

Punkt 2 : Nur weil etwas billiger ist braucht ihr es nicht automatisch mehr als vorher!

Zumindest für mich eines der am schwersten umzusetzenden Regeln. Ich liebe technische Spielereien. Und gerade ist z.B. der Amazon FireTV-Stick für 24 € im Angebot. Ich nutze die in Amazon Prime enthaltene VideoFlat schon länger – über einen Raspberry Minicomputer mit freiem KodiOS (Anleitung für Kodi als Mediaplayer hier).
Aber so ein natives Abspielgerät von Amazon wär halt schon was denke ich mir dann immer …..
Hier hilft wirklich nur NICHT sofort auf Kaufen zu drücken sondern wirklich das Nachdenken warum man es nicht schon vorher gekauft hat. Ok der Stick ist jetzt 15 € günstiger als „normal“. Aber waren es wirklich diese 15 € die mich vom Kauf abgehalten haben bisher? Nein das war es nicht. Es war die Erkenntnis, dass ich es nicht brauche. Ja die KodiSoftware hat manchmal Macken und braucht dann Updates. Aber nur deswegen dann ein zusätzliches Gerät kaufen? Es würde ja nicht mal meine bisherige Raspi-Box ersetzen da das neue Gerät eben nur Streamen kann während Kodi auch lokale Medien verwalten kann. Wenn ich es für 39 € nicht gebraucht habe – dann brauche ich es auch für 24 oder für 10 € nicht.

Punkt 3 : Nicht alles wo BlackFriday draufsteht ist ein Schnäppchen drin

Man könnte das Gefühl haben dieser Tage ist einfach alles reduziert und es gibt keinen besseren Zeitpunkt um zuzuschlagen. Aber das ist natürlich genau was erreicht werden soll. Sicher gibt es Produkte  – wie z.B. um am Beispiel Amazon zu bleiben, die hauseigenen Echo Lautsprecher oder Sticks – die aktuell so günstig Angeboten werden wie vorher noch nie. Aber schaut euch einmal die aktuellen Amazon CyberWeek Angebote an:

Neben den erwähnten Eigenprodukten und ein paar Markenprodukten finden sich auch viele Rabattangebote pauschal auf irgendwelche Kategorien , z.B bis zu 15 % auf Vileda Putzzeug.

Das weckt den Schnäppchenfuchs der billig was abgreifen will. Die Gefahr hier drin (der ich leider auch schon ab und zu verfalle) liegt darin, dass man „normalerweise“ überhaupt nicht so viel Geld für ein Markenprodukt ausgeben würde sondern das günstigere No-Name Produkt wählen würde. Durch den großzügigen Rabatt wird der „Reflex“ aber unterdrückt oder zumindest abgemildert. Man bekommt jetzt die „edle Markenware“ für ein paar Euro mehr als das NoName Produkt. Da greift man halt zu. Früher war bzw für manche Bereiche ist die (Qualität der) Marke ein Kaufgrund  – aus Erfahrung würde ich aber sagen, dass sich Markenprodukte mehrheitlich nur durch den Preis von No-Names absetzen. Der Aufpreis den man hier für das Schnäppchen zahlt ist also meiner Meinung nach ungerechtfertigt.

Hier kann man aber durchaus unterschiedlicher Ansicht sein je nachdem welche Erfahrungen man mit Marke vs NoName gemacht hat.

4. Macht euch Einkaufslisten – idealerweise mit konkreten Produkten

Wer ohne Plan auf „Weihnachtsgeschenke“-Suche geht weiß meist wie es ausgeht. „Das kauf ich für die Schwester, das für die Oma“ … im nächsten Shop dann „Oh das wär für die Oma aber noch besser , egal dann schicke ich das andere zurück(wird eher nicht passieren weil zu faul ) oder ich schenke es jemand anderem zu anderer Gelegenheit  (wird auch eher nicht passieren, weil liegt ja schon ewig rum, kannst ja nicht verschenken). Mein Tipp also : Macht euch vor dem Ausflug in die Online- Shopping-Welt einen Liste wer von euch beschenkt werden soll und am besten was Ihr schenken wollt , oder zumindest aus welchem Bereich oder welchem Budget. Irgendwelche Leitlinien damit ihr nicht wahllos alles in den Korb werfen könnt. Denn wenn man erst mal drin ist in der bunten Schnäppchen-Welt findet man für alles einen Kaufgrund, alles ist ein Super Angebot und alles kann man irgendwo gebrauchen.

5. Auch beim BlackFriday gibt  es Cashback

BlackFriday Deals sind fast immer „normale“ Sonderangebote für die man keinen Extra Gutschein oder Coupon nutzen muss. Deshalb gibt es für die meisten Onlineshops auf für die Deals zusätzlich das reguläre Cashback über Anbieter wie Shoop (Beitrag über Shoop). Man muss nur daran denken es im Einkaufswahn auch zu nutzen.
Shoop Cashback

 

Fazit:

Ich bin natürlich nicht weltfremd – ich denke jeder von uns wird in den nächsten Tagen und Wochen Geld für Geschenke, Adventskalender , Weihnachtsdeko etc ausgeben. Wichtig dabei ist nur das man immer im Blick behält warum man es tut. Um jemandem eine Freude zu machen weil er sich ein bestimmtest Teil schon lange wünscht: Klar. Um das eigene Haus/die Wohnung schöner zu machen mit einer gemütlichen – hoffentlich langlebigen Lichterkette – Warum auch nicht. Aber einfach drauflos shoppen weil man sich jetzt halt mal was gönnt, nicht aufs Geld kuckt, keine Preise vergleicht, kein Cashback nutzt – Nö – das kann im dümmsten Fall eure ganzen Spar-Anstrengungen des laufenden Jahres zunichte machen für Sachen die ihr im Februar wieder mit Verlust bei Ebay verkloppt weil ihr dann wieder in den „Sparen und genügsam leben“ – Modus wechselt.

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