Sun Tsu – Die Kunst des Krieges. Hilfreich beim Kampf um die finanzielle Freiheit?

Heute kann ich meine erste kleine Buchrezension abliefern.

Ich hatte euch ja in einem meiner letzten Beiträge aufgefordert mit Bücher zu empfehlen, die euch im Bezug auf Finanzen , finanzielle Freiheit oder das Investieren voran gebracht haben.

Eines der Bücher die mir Leser Martin empfohlen hat war „Sun Tsu – die Kunst des Krieges“. Begründung:

Einfach weil man hier seine Denkweise ändern kann. Man Blickt anders auf die Gegebenheiten, die vor einem liegen. Egal ob Privat oder im Beruf.

Leser Martin auf Penningfuxer.de

Die Kunst des Krieges – universelle Pflichtlektüre?

Nun war mir das Buch bzw. der Titel ja durchaus bekannt. Für fast alle Lebensbereiche lässt sich ein Artikel/Blogbeitrag/Zeitungstext o.ä. finden in dem der Verfasser aus dem Klassiker von Sun Tsu zitiert oder dessen „Weisheiten“ auf aktuelle Probleme anwendet.

Sogar ein eigenes Lied der schwedischen (und sehr empfehlenswerten) Band Sabaton ist um das Buch bzw dessen Aussagen komponiert worden:

Sabaton – The Art of War (LiveClip)

Außerdem gibt es ein eigenes Buch, welches sich ausschließlich damit befasst die Erkenntnisse auf die Management-Ebene zu „übersetzen“

Sun Tsu für Manager

Also anscheinend kann man für alle Lebenslagen was aus diesem Buch lernen.

Und ganz ehrlich – so ein bisschen elitär kommt man sich ja schon vor wenn man so „mysteriöse, alte Schinken“ liest. 😀

Dann mal ran an die sagenumwobene Schrift

Ich habe mir also dann – zusammen mit anderen empfohlenen Finanzbüchern – auch „Die Kunst des Krieges“ in der kleinen Taschenbuch-Edition für schmale 5 € bestellt:

Wer mehrere Bücher bestellen will sollte vorher bei Medimops vorbeischauen. Dort kann man geld-sparend gebrauchte Bücher bestellen. Zustand „Gut“ reicht auf jeden Fall aus um sich nicht zu schämen es öffentlich zu lesen ^^.

Nachteil ist halt, dass nicht immer alle Bücher gebraucht verfügbar sind.

Das Buch an sich

Wie gesagt habe ich die Taschenbuchvariante bestellt. Diese hat 157 Seiten und ist relativ groß geschrieben. Ich hatte das Buch in 3 oder 4 „Sitzungen“ (jeweils 30 -60 Minuten) durch.

Also nichts was man den ganzen Urlaub über lesen kann.

Es ist unterteilt in 13 Kapitel die sich mit den Phasen/Begebenheiten eines Krieges befassen wie z.B.

  • Die Armee auf dem Marsch
  • Terrain
  • Den Einsatz von Spionen

Die „Lektionen“ sind fast immer von einem Beispiel begleitet, der die jeweilige Aussage untermalen soll.

Die Kernaussagen von „Die Kunst des Krieges“

Viele Bereiche des Buches befassen sich mit den Hauptthemen Führung und Taktik. Damit ist auch klar, warum sich das Buch immer wieder als „Basiswissen“ für zukünftige Leitungspositionen ins Gespräch gebracht wird.

Einige der bekanntesten Aussagen aus dem Buch möchte ich hier noch einmal nennen:

Wenn du den Feind und dich selbst kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht fürchten.

Die Kunst des Krieges

„Die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen.“

Die Kunst des Krieges

Behandle deine Männer wie deine geliebten Söhne und Sie werden dir in die tiefsten Täler folgen.

Die Kunst des Krieges

Liest sich alles sehr philosophisch und menschenfreundlich…wie man sich so nen asiatischen Gelehrten /Philosophen halt vorstellt.

Weitere Kernaussagen aus dem Buch, die es nicht zum Ruhm als bekannte Zitate geschafft haben zeigen jedoch in eine andere Richtung :

So empfiehlt er mehrmals Soldaten die ihm widersprechen oder seinem Befehl nicht gehorchen – auch wenn diese ihm dadurch einen Vorteil verschaffen – direkt hinzurichten. Nur so sei eine schlagkräftige, weil gehorsame Armee zu erschaffen.

Oder man solle beim Einrücken in Feindesland schon mal ordentlich plündern um die Männer zu motivieren. Seine Untergebenen sollte man natürlich auch nie ganz in seine Absichten einweihen, das wäre kontraproduktiv.

Auch beim Umgang mit Spionen ist ein eher ambivalenter Umgang angeraten . Auf der einen Seite sieht er diese als extrem wichtig an, um sich eine gute Ausgangslage für Konflikte zu verschaffen oder um den Feind zu verwirren, deshalb müssten diese stets „gut behandelt“ werden. Auf der anderen Seite hat er sogar eine Kategorie für „todgeweihte Spione“ erdacht. Das sind dann halt die Pechvögel die der weise General auswählt , mit falschen Informationen füttert und diese beim Feind dann verrät und auffliegen lässt.

Wo gehobelt wird da fallen Späne wäre wohl auch eine treffende Zusammenfassung vieler Positionen aus dem Buch im Bezug auf den Umgang mit seinen Männern.

Ob ich jetzt einen Chef haben wollte, der sich wirklich nach allen diesen „Lektionen“ richtet und ob das so zielführend ist… Da hab ich doch etwas Zweifel 🙂

Die Lehren aus „Kunst des Krieges“ im Bezug auf finanzielle Freiheit?

Nun wie eingangs erwähnt, scheint es fest ausgemacht zu sein, dass man aus diesem Buch für alles irgendwelche Kernaussagen nutzen kann um sie in die heutige Zeit zu transformieren und davon zu profitieren.

Madame Moneypenny hat dies sogar für drei Bereiche im heutigen Leben gleichzeitig geschafft (als Unternehmerin, Verhandlungspartnerin und Persönlichkeitsentwicklerin) und aus dem Buch für alle drei Rollen Erkenntnisse mitgenommen.

Sie hat ihre 5 Lehren aus Kunst des Krieges auch auf Ihre Art interpretiert und in einem Blogbeitrag vorgestellt.( 5 Lehren aus die Kunst des Krieges)

Ich war eigentlich (vor dem Lesen des Buches ) überzeugt, dass mein Beitrag hier so ähnlich enden würde. Ich würde sicher ganz tolle neue Schlüsse aus diesem mystischen Werk ziehen. Würde meine Sicht auf die Welt erweitert, die geheimen taktischen Kniffe auch in Alltagssituationen einsetzen können und zum Kreis der Erleuchteten gehören die mittels eines alten Kriegsbuches zu besseren Investoren, Entscheidern und Menschen wurden.

Nö…eher nicht so….

Aber da ist leider nichts, was ich für mich persönlich aus diesem Buch mitnehmen kann. Zum einen steckt es für mich voller Widersprüche (z.B. Liebe deine Soldaten wie deine Kinder vs. Bring sie um wenn sie Widerworte geben) und zum anderen kann ich beim besten Willen auch keine tollen Weisheiten daraus ableiten die jetzt neu gewesen wären.

Natürlich ist es gut zu wissen was der Gegner plant, natürlich sollte man sich selbst, seine Stärken und Schwächen genau so kennen wie die des „Feindes“. Aber soll ich meinem Verhandlungspartner jetzt die Kaffeemaschine sabotieren um ihn „von de Nachschublinien abzuschneiden“? Oder ein kleines Feuer im Papierkorb entfachen um ihn und seine Personal vor den Preisverhandlungen in Panik zu versetzen?

Ich gebe zu die oben zitierten Punkte / Überleitungen von Madame Moneypenny machen beim Lesen natürlich Sinn und man denkt sich „Wow ja – da hatte der alte Chinese echt recht – krass wie universell das ist“ .

Aber ich schreibe diese Erkenntnisse eher Ihrer Begabung und Erfahrung zu, diese so treffend zu formulieren und dazu ein passendes Zitat aus dem Buch zu finden, als das ich umgekehrt glauben würde nur das Buch hätte in Ihr diese Erkenntnisse erst geweckt.

Fazit

Die Kunst des Krieges von Sun Tsu gelesen zu haben hilft sicher ungemein um in bestimmten Zirkeln das ein oder andere Zitat einwerfen zu können und damit anerkennende Blicke zu ergattern.

Ob man draus aber tatsächlich Fortschritte oder lebensverändernde Erkenntnisse gewinnt ist wohl eher eine individuelle Sache.

Ich bereue es nicht das Buch gelesen zu haben. Für 5 € macht man auch nichts falsch und es ist ganz unterhaltsam – auch aufgrund der Beispiel-Geschichten.

Zu einer „Grundlage für Lebens- oder Personalführung“ oder ähnliches würde ich es jedoch nicht hochstilisieren.

Habt ihr es gelesen? Wie sind eure Eindrücke?

One Reply to “Sun Tsu – Die Kunst des Krieges. Hilfreich beim Kampf um die finanzielle Freiheit?”

  1. Ja, habe es auch gelesen und finde es sehr gut und zumindest für mich immer wieder hilfreich. Es ist aber vermutlich eine Frage wie weit man das Ganze interpretiert bzw. auf seine entsprechende Arbeit anwenden kann. 1:1 auf jeden Fall nicht zu empfehlen. 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.