Scheune abreißen – Übersicht der Kosten und Tipps zum Geld sparen beim Abbruch

Hallo ihr Penningfuxer ,

Heute hab ich wieder einen kleinen Erfahrungsbericht für euch. Konkret geht es um das Thema Abbruch bzw. Abreißen einer alten Scheune. Sicher kein Thema, mit dem man oft zu tun hat aber genau deshalb ist man auch eher ratlos wenn man mal vor dem „Problem“ steht bzw vergisst einige Punkte wo man Geld sparen kann.

Ich selbst hatte das Glück, dass ich ein Grundstück vererbt bekommen habe, was in diesen Zeiten, wo die Kosten für Bauland in die Höhe schießen, schon sehr wertvoll ist. Problem dabei nur :

Auf dem Grundstück steht eine riesige Scheune , wenn ich ein Haus bauen will muss die weg.


Und hier beginnen dann die Fragen…

Was kostet der Abriss? Wo finde ich Angebote? Wie kann ich sparen?

Zuerst geht man an ein solches Thema wie den Abriss einer Scheune ja relativ pragmatisch dran:

So schwer kann ein Abbruch ja nicht sein, da nehm´ ich mir ´nen Hammer und paar Freunde und ab gehts….

Quelle: das Naive Ich

Das mag bei einer 10 qm Hütte aus Holz oder Stein funktionieren. Bei allem anderen kommen schnell gewisse Fragen und Probleme auf:

  • Darf ich die Scheune überhaupt abreißen oder brauche ich eine Genehmigung?
  • Was ist mit Asbest oder anderen schädlichen Stoffen? Wo werden die entsorgt?
  • Wo kann ich die Abbruchmaterial / Bauschutt entsorgen?
  • Was kostet mich die Entsorgung?
  • Was kostet mich ein Abbruchunternehmer?
  • Kann ich irgendwo Geld sparen?

In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Tipps und Tricks aus meiner eigenen Abbruch-Erfahrung näherbringen damit ihr gut informiert seid und Geld sparen könnt.

Der Abbruch der eigenen Scheune – Schritt für Schritt

Der wichtigste Punkt mit dem größten „Sparpotential“ ganz am Anfang:

1) Muss die Scheune überhaupt abgerissen werden?

Hört sich jetzt blöd an aber das dümmste was man machen kann ist die Scheune abzureisen und dann darüber nachzudenken was man überhaupt machen will. Denn die Scheune muss ja nicht unbenutzt rumstehen. Vor allem Große und abschließbare Scheunen können sehr gut „zu Geld“ gemacht werden z.B. :

  • Vermietung als Lagerplatz für einen kleinen (Handwerks-)Betrieb
  • Vermietung von Stellplätzen für Wohnmobile oder Oldtimer
  • Vermietung von Parzellen für „Autoschrauber“ oder ähnliches.

Unterschätzt das finanzielle Potential hier nicht. Überall wird verdichtet und wo es nur geht Wohnraum geschaffen. Dafür wird immer mehr „Lagerplatz“ abgebaut , der aber nach wie vor benötigt wird und mit dem man gutes Geld verdienen kann.

Ihr könnt euch dadurch passives Einkommen sichern – und das oft ohne die üblichen Probleme wie bei Wohnraum-Vermietung. Für einen Wohnmobil-Stellplatz könnt ihr zwischen 30-80 € im Monat verlangen(je nach Zustand/Sicherheit der Halle), als Lagerhalle für einen Betrieb deutlich mehr (100-xxx € , je nach Größe)

Auch mit dem Umbau zu Wohnraum sollte man sich beschäftigen. Nur weil ein Gebäude schon 30,40, oder mehr Jahre auf dem Buckel hat, bedeutet es nicht das man es nicht sanieren und umbauen kann. Hierzu kann ich euch die folgenden Bücher als Lektüre zum Thema Sanierung und Umbau empfehlen*:

Wenn ihr (wie ich) zu der Überzeugung gekommen seid „die Halle muss weg“ z.b. weil ein Umbau nicht wirtschaftlich ist und eine Vermietung nicht in Frage kommt, dann kommen wir zum nächsten Schritt

2) Kann ich die Scheune selbst oder mit Freunden abreißn?

Wie wir später sehen werden , steckt wie bei fast allem enormes Sparpotential in der Eigenleistung. Alles was ihr selbst an Arbeitsleistung aufbringen könnt muss nicht bezahlt werden.

Aber hier müsst ihr dann auch realistisch bleiben und euch selbst die folgenden Fragen stellen:

  • habe ich Zeit Wochen- oder Monatelang neben den Job die Scheune abzureisen oder gibt es Zeitdruck? Auch gute Freunde wollen nicht jedes Wochenende umsonst bei euch buckeln.
  • Bin ich handwerklich geschickt genug? Es geht nicht darum einen Hammer schwingen zu können. In der Regel müssen Leitungen entfernt, ein Dach abgedeckt , Sachen zersägt etc werden die man nicht einfach kann.
  • Habe ich das nötige Werkzeug zum Abriss der Scheune? Auch hier etwas weiterdenken – Man braucht nicht nur einen Hammer. Hat man ein Gerüst um aufs Dach zu kommen? Wie kann man Balken aus 5 Metern höhe zu Boden bringen? Sind Sägen und das nötige Zubehör vorhanden um große Dinge klein zu schneiden? Wie bekomme ich den Bauschutt zur Deponie? Kann ich das in meinen Twingo packen? (;-)
  • Darf ich das überhaupt alles selbst abreißen? Muss ich etwas anmelden oder besondere Vorschriften beachten?

Wenn ihr nicht handwerklich begabt seid und viel Zeit und viele Freunde habt ist in der Regel alles ab einer Höhe von mehr als 3 Metern nichts mehr für den Privat-Abriss. Hinzu kommt, dass ihr für die Entsorgung eben auch Privatpreise zahlt- Abbruchfirmen haben in der Regel bessere Konditionen.

Wenn ihr den Abbruch doch gerne selbst durchführen wollt empfehle ich euch mindestens dieses Standardwerk um euch einen Überblick zu verschaffen was, wie unter welchen Bedingungen abgerissen werden kann.

In meinem Fall kamen ein paar Punkte zusammen – die mich dazu bewogen haben den Abriss an eine Firma zu vergeben:

  • Das Dach ist mit alten Eternitplatten gedeckt und Asbest belastet – und das auf knapp 400 qm. Wenn ihr euch nicht sicher seid ob ihr Asbest auf dem Dach habt könnt ihr das mit einer AsbestProbe* ermitteln lassen
  • Die Scheune ist am höchsten Punkt 11 Meter hoch und ich besitze weder einen Kran noch einen Bagger
  • Grob überschlagen bekomme ich mindestens 80 Tonnen Bauschutt… das bekommt man auch mit dem größten Autoanhänger nicht wirtschaftlich geregelt.
achtung


Info Asbestentsorgung – Asbest privat selbst abbauen und entsorgen erlaubt?
Fakt ist: Der Umgang mit Asbest ist potentiell gesundheitsschädlich.
Wenn Asbestfasern freigesetzt werden und in die Lunge kommen sind sie sehr krebserregend.
Ebenfalls Fakt ist: Der Umgang mit Asbest ist in der Gefahrstoffverordnung geregelt. Dort werden verschiedene Vorgaben gemacht wie beim Abriss von Asbest ein Freisetzen der Fasern verhindert werden soll.
Auch Fakt:  Wenn ihr eine Firma beauftragt euren Asbest zu demontieren und zu entsorgen müssen diese sich an die Richtlinien der TRGS 519 halten. Dort wird u.a. auch die Teilnahme an einen entsprechenden Lehrgang gefordert („Asbestschein“). Zusätzlich gelten noch die verschiedene Regelungen zum Arbeitsschutz.
KEIN Fakt bzw. Strittig ist die Aussage : Man dürfe als Privatmann Asbest nicht selbst  abbauen / entsorgen.
Die Gefahrstoffverordnung gilt zweifellos auch für Privatpersonen. Dort wird aber lediglich der Umgang mit Asbest beschrieben und welche Sicherheitsmaßnahmen immer einzuhalten sind. Die TRGS 519 hingegen richtet sich , wie auch die Arbeitsschutzregeln, an ArbeitGEBER. Dort werden Privatpersonen nicht erwähnt. Man kann es also so auslegen, dass man als Privatmann keinen Asbestschein/Lehrgang braucht solange man sich an die Sicherheitsregeln hält. In meinem Umfeld wird das auch von den meisten so praktiziert. Probleme mit der Behörde gab es deshalb noch nicht. Aber ich bin kein Anwalt und das ist keine Aufforderung …

Wenn ihr die Asbestentsorgung als selbst machen wollt solltet ihr die Gefahren ernst nehmen. Informiert euch über die geforderten Schutzmaßnahmen und besorgt euch entsprechendes Material*:

Atemschutzmaske Klasse 3

Einweg-Schutzanzug

Asbest Bigpack

Faserbindemittel

3) Wo bekomme ich gute Angebote für einen Abriss durch eine Firma?

Als der Entschluss also stand eine Firma den Abriss und Entsorgung erledigen zu lassen musste die passende Firma gefunden werden. Seriös sollte sie sein, und günstig natürlich auch. Und vor allem sollte sie die entsprechenden Zertifikate vorweisen können um Asbest sicher abbauen und entsorgen zu können.

Ich habe insgesamt 3 „Quellen“ für Abbruchfirmen genutzt:

  • Google . Suche nach „Abbruch , Abriss“ und dann in Maps die Umgebung einschränken
  • Freunde . Jeder kennt jemanden der schon mal irgendwas hat abreißen oder bauen lassen.
  • MyHammer – Die kostenlose Handwerker-Suche.* Die nach meiner Erfahrung mit Abstand beste Quelle für Abbruchunternehmen.

Damit ihr vergleichbare Angebote bekommt sollte in die Anfrage an die Abriss-Firmen folgende Informationen rein:

  • Mindestens die Maße des Gebäudes, besser noch Bilder und genaue Adresse
  • Was konkret! erledigt werden soll und was ihr noch selbst macht. z.B. Dach Abdecken, Türen ausbauen, Leer räumen, Abreißen, Entsorgen von allem oder nur bestimmte Sachen. Je genauer ihr schreibt was angeboten werden soll desto besser sind die Angebote vergleichbar
  • In welchem Zeitraum ihr den Abriss gerne machen würdet. Enge Zeitpläne sind immer teurer. Im Winter sind die Preise in der Regel besser für Abbrucharbeiten.

Anbei könnt ihr eine Muster Angebotsanfrage herunterladen und ich hänge euch zur Veranschaulichung meine selbst erstellte Maß-skizze an.

Skizze Abriss Scheune
Maß-Skizze zur Berechnung der Flächen

Am besten behaltet ihr den Überblick wenn ihr euch eine Exceldatei anlegt, in der Ihr eintragt welche Abbruchfirmen ihr kontaktiert habt, wer euer Ansprechpartner ist und welche Preise ihr bekommen habt.

4) Meine Erfahrungen bei der Suche nach Abbruchfirmen

Von den 6 Firmen aus meiner Umgebung die ich über Google/GoogleMaps ausfindig gemacht und angeschrieben habe haben sich ganze 2 Stück zurückgemeldet. Aussage in etwa: „Keine Zeit“. Die Firmen die ich hier angeschrieben hatte waren aber fast alles größere Firmen , die nicht nur Abbrucharbeiten erledigen sondern auch Häusern und Industriehallen bauen. Und bei dem aktuellen Baubooms können diese Firmen sich natürlich die besten Aufträge raussuchen.

Über Freunde hatte ich 2 Abrissfirmen empfohlen bekommen. Davon eine kleine 2-Mann Firma und eine größere , ebenfalls aus dem Umkreis. Die kleine hat sich bis heute nicht auf meine Anfrage gemeldet. Also auch Tipps von Freunden sind nicht immer die beste Wahl ^^.

Total überrascht war ich vom MyHammer. Ich habe mir dort einen kostenlosen Account erstellt und meine Anfrage zusammen mit allen Bildern und Zeichnungen eingestellt. das war in 5 Minuten erledigt. Schon am nächsten Tag kamen die ersten Angebote und Anfragen nach einem Besichtigungstermin. Dabei war so ziemlich alles vertreten – 1 Mann Firmen die 300 KM weit weg waren bis zu spezialisierten Abbruchfirmen aus der Umgebung die ich per Google nicht sofort gefunden habe. Insgesamt hatte ich nach 4 Wochen bei MyHammer 15 Anfragen von Firmen, wovon 6 zu Vor-Ort Terminen erschienen und am Ende 9 Firmen Angebote abgaben.

Jetzt rechnet es sich wenn man mit seiner Anfrage möglichst genau war. Manche Angebote konnte ich direkt verwerfen weil nicht genau aufgeführt war was gemacht werden sollte oder weil man keinen TRGS519/Asbestschein vorlegen wollte/konnte.

Nach Vorabauswahl und diversen Rückfragen blieben am Schluss 4 Angebote übrig die ich als seriös und vergleichbar einstufen konnte.

Letztendlich ist es aus diesen Auswahl dann trotzdem nicht der billigste geworden.Gegen den sprach die Tatsache, dass er von weiter weg war und die Unsicherheit blieb, dass wenn etwas schiefgeht er nicht „greifbar“ sein könnte. Obwohl ich auch bei Ihm ein gutes Gefühl hatte.

Was kostet der Abriss einer Scheune /Halle mit Entsorgung

Das ist vermutlich die Frage die erstmal am meisten interessiert. Um es kurz zu sagen: „Es kommt darauf an“ 😀
ich nenne euch gleich meine Zahlen, möchte das aber unter Vorbehalt stellen denn:

  • Elementar ist , aus welchem Material die Scheune ist. Bei mir ist es wie gesagt Asbest auf dem Dach und Bimssteine in den Wänden. Beides „nicht-recyclingfähig“ und deshalb teuer in der Entsorgung.
  • Auch die Region und die Zeit spielt eine Rolle. Ich lasse im Winter abreißen. Viele Firmen haben mir versichert, dass Sie in den Sommermonaten teurer sind.Also zum Geld sparen ist gutes Zeitmanagement wichtig.
  • Die Lage spielt auch eine Rolle. Meine Scheune ist relativ freistehend und kann mit Maschinen gut angefahren werden. Wenn das nicht der Fall ist und der Abbruch von Hand erfolgen muss wirds natürlich wieder teurer.

Die Preise

Das günstigste Angebot kam per myHammer: 10.000 € für Abriss + Entsorgung. Hier handelte es sich nach myHammer Informationen um eine Reinigungsfirma die auch Entrümpelungen macht. Einen TRGS519 Nachweis haben sie nie vorgelegt und auch keine Anstalten gemacht das Objekt zu besichtigen. Das Angebot war deshalb mangels Seriösität raus.

Das teuerste Angebot kam ebenfalls über myHammer: 55.000 € . Hier handelte es sich um eine Firma aus der näheren Umgebung , die auch zu einem Besichtigungstermin da waren.Der Preis hat mich natürlich erstmal aus den Socken gehauen, entpuppte sich aber als Ausreißer nach oben hin.

Das günstigste seriöse Angebot waren 15.000 € – ebenfalls über myHammer. Von einer Firma die gute 300 km weit weg residierte aber nach eigener Aussage deutschlandweit unterwegs ist und z.b auch Industriedemontage anbietet.

Es kristallisierte sich dann heraus, das „gute“ Angebote, von Firmen aus der Nähe, mit allen Zertifizierungen und mit persönlicher Begutachtung der Scheune im Preisbereich 20.000 – 30.000 € lagen. Jeweils als Komplettpreis für den Abriss und die Entsorgung von Eternit und Bauschutt.
Wobei die Entsorgungskosten folgenden Anteil am Gesamtpreis hatten:
Eternit/Asbest : ~ 1300 € (180 € je Tonne+ BigBags , Entsorgungsnachweis)
Bimsstein/Poroton : 3000 – 4000 € (30-60 € pro Tonne + 1000 € für Container und Transport)
Das sind die Zahlen der günstigeren Anbieter, die teureren hatten für die Entsorgung das doppelte oder noch mehr veranschlagt. Hier kommt es wohl auf die „Connections“ der Firmen an.

  • Letztendlich habe ich mich dann für die günstigste Firma aus der Nähe entschieden zum Komplettpreis Abriss Scheune und Entsorgung von 22.000 €

Tipps und Tricks zum Geld sparen beim Abriss einer Scheune

Spar Tipp 1) Schätze erkennen und zu Geld machen

Ich hab es selbst nicht geglaubt aber mittlerweile kann ich ziemlich sicher sagen: Man kann alles verkaufen! Ich habe so ziemlich alles was sich in der Scheune noch befand versucht zu verkaufen und damit Geld zu verdienen. Und manchmal hat es sich richtig gelohnt. Hier ein paar Beispiele bei denen mir jeder gesagt hat: “ Wirf das doch weg , das kauft kein Mensch

  • ein verdammt schwerer, alter Mini-Holzofen – steht jetzt für 50 € in einer Werkstatt
  • Eine alte Plastiktonne ohne Deckel – für 15 € jetzt als Regenfass im Einsatz
  • Ein paar gebogene Bretter von einem alten Weinfass(„Fassdauben“) – für 4 € pro Stück sehr gefragtes Deko-Material wie ich herausfand.
  • Ein wirklich uralter, vollgenagelter, verschmierter Holzschrank – für 50 € jetzt Heimat von Pferdekleidung in einem Stall.
  • Eine alte Bedienungsanleitung für ein Puch-Maxi Mofa komplettiert jetzt für 5 € bei einem Sammler das Gefährt.
  • und vieles weitere mehr ^^

Und on Top musste ich für den ganzen Kram weder Entsorgungsgebühren zahlen , noch mich körperlich anstrengen um es rum zu tragen. Alles schwere wurde vor Ort abgeholt.

Spar Tipp 2) Kostenlose Entsorgungswege nutzen

Nein , damit meine ich nicht das Zeug in die Natur zu kippen 😛

Aber – zumindest bei uns in der schönen Pfalz – haben wir verschiedene Entsorgungswege für alles was Müll ist. Auf der einen Seite gibt es natürlich die Wertstoffhöfe und die Restmülltonne. Dort wird man fast alles los – aber es kostet Geld. Diese beiden sind also eure letzte Option wenn alles andere versagt.

Wesentlich bessere Möglichkeiten euren Schrott zu entsorgen:

  • Sperrmüllabführ. Bei uns kann man sich zwei mal im jahr die Sperrmüllabführ bestellen. Kostenlos werden dann „unhandliche“ Dinge abgeholt. So bin ich einige große Teppichrollen und diverse Elektrogeräte wie alte Kühltruhen losgeworden.
  • Verschenkt euren Plunder. Wenn auch keiner mehr Geld für irgendwas zahlen würde – manche Dinge gehen „umsonst“ dann doch noch weg. Macht ein paar Bilder und stellt alles bei Ebay-Kleinanzeigen in die „Verschenke“-Kategorie. Trödelsammler lieben diese Kategorie 😉
  • Elektrogeräterückgabe. Seit 2016 müssen Händler von Elektrogeräten mit mehr als 400qm (Elektro-)Verkaufsfläche alte Geräte zur Entsorgung zurücknehmen. Bei Geräten mit Kantenlänge < 25 cm dabei ist es völlig egal ob die Geräte von diesem Händler sind oder ob sie diese überhaupt verkaufen. Größere gehen nur beim Kauf eines Neugerätes oder wenn der Händler die Rücknahme freiwillig anbietet.
  • Spenden. Ich hatte in der Scheune z.b. auch noch einen großen Haufen alter, unbenutzter Bettlaken und gut erhaltener Schuhe und Jacken. Wenn die niemand kaufen will: Ab in den Altkleidercontainer.

Spar Tipp 3) : Baumaterial entsorgen? Hier schlummert ein Haufen geld!

Auch ein enormer Geld-Spar-Faktor. Beim Abriss der Scheune habe ich explizit die Entsorgung der Holzbalken als Optional-Position angefragt. Die Entsorgung aller Balken würde mich knapp 2500 € kosten. Aber das wäre eine wirklich dumme Idee. Denn gut erhaltene, alte Holzbalken oder auch anderes Baumaterial sind sehr gefragt.

Ich habe in zwei Facebook-Verkaufsgruppen auf den geplanten Abriss der Scheune hingewiesen und die anfallenden Balken , Holztore etc. zum Verkauf gestellt.

Innerhalb 2 Stunden hatte ich 30 Anfragen , innerhalb eines Tages über 60 !

Für die Balken habe ich einen Preis von 3 € pro Meter angesetzt. Bei Eichenholz wäre auch das doppelte drin nehme ich an. Wenn alles glatt geht spare ich mir damit also mindestens 3000 € ( 2500 € für die eingesparte Entsorgung und mindestens 500 € Einnahmen durch den Verkauf) Das ist wirklich Wahnsinn, und das alles für ein bisschen organisatorische Arbeit.

Spar tipp 4) : Mit der AbBruchfirma flexibel handeln

Im Idealfall sprecht ihr mit der gewählten Abbruchfirma vor der Zusage und lasst euch ein wenig Flexibilität einräumen. z.B. Könnt ihr das kleine Vordach vielleicht doch selbst abbauen. Oder die Türen ausbauen. Oder die verlegten Leitungen selbst rausmachen. Alle Arbeiten die das Abbruchunternehmen nicht mit Personalaufwand machen muss können Sie euch im Preis entgegen kommen. Aber das gilt wirklich nur für Handarbeit. Alles was die Abriss-Firma eh mit dem großen Bagger macht könnt ihr euch auch sparen – dafür gibts keinen Nachlass.

Habt ihr eigene Erfahrungen und weitere Spar Tipps zum Abbruch?

Selbst schon was abgerissen oder abreißen lassen? Habt ihr noch Tipps für die Leserschaft? Lasst uns gerne in den Kommentaren an euren Erfahrungen teilhaben!
mfg
Oli

5 Replies to “Scheune abreißen – Übersicht der Kosten und Tipps zum Geld sparen beim Abbruch

  1. Mein Bruder hat mit seiner Familie einen großen Bauernhof gekauft und will nun als Biobauer durchstarten. Die Abrissarbeiten der alten Scheunen soll im Frühjahr stattfinden. Er hat auch Angst vor der möglichen Asbestbelastung und überlässt die Arbeiten lieber einem Profi.

    1. Willst du mir jetzt echt die Groß/Kleinschreibung als „schwere Fehler“ ankreiden? 😀
      Wenns Spaß macht und sonst nichts zu tun ist – tu dir keinen zwang an.^^ *hust* Grammar-Nazi*hust*

        1. Tatsache – Mea Culpa. Hätte nicht gedacht das es immer noch Worte gibt die man nur mit scharfem S schreiben kann.

          mfg
          Oli

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