Erfahrungen TShirt Business : Nicht jeder hat es drauf

Kurze Vorgeschichte: Ich hab mich eines vormittags mal wieder durch verschiedene FinanzBlogs und Videos geklickt um die Zeit zu vertreiben. Neben dem ganzen „Ich coache dich zu 10000 € in 3 Wochen“ – Mist bin ich auch beim Video von Aaron dem Homo Oeconomicus zum Thema TShirt Business /Passiv Geld verdienen hängen geblieben. Das Video von vor knapp einem Jahr handelt von seinem Einstieg ins TShirt Business und wie sein Stand nach 3 Monaten war.

Das ganze war nicht auf „verkaufen“ ausgelegt sondern war wirklich ein Erfahrungsbericht, auch anhand von konkreten Beispielen und Zahlen wie sein TShirt Business läuft.

TShirt Business – Das kann jeder Depp

Ich muss sagen : Es hat mich schon beeindruckt.  Weniger die konkrete Zahl die er erwirtschaftete. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war er unterm Strich noch im Minus. Er steckte mehr Geld rein als er rausholte. Aber der  grundsätzliche Ablauf war faszinierend. Er lud anfangs irgendwelche frei verfügbaren „vermutlich“ Copyright-freien Bilder auf verschiedenen T-Shirt-Plattformen hoch, packte mal noch 1-2 dumme Sprüche dazu und… irgendjemand kaufte das dann für 20 -25 € ^^.

Die Schöpfungshöhe/erforderliches Können war gleich 0 ,
der finanzielle Einsatz: 0
die Konkurrenz : Riesig

Trotzdem lies sich damit anscheinend problemlos Geld verdienen.

Mehr als nur Kleingeld – Riesen gewinne durch Outsourcing  

geld sparen

Nach gut einem Jahr ist der Homo Oeconomicus dieser Anfangsphase längst entwachsen. In mehreren Videos legt er immer sehr glaubhaft und anhand Zahlen und Screenshots dar wie die Entwicklung ist. Mittlerweile ist er dazu übergegangen das ganze Geschäft outzusourcen. Das bedeutet er bezahlt (Drittewelt-) Designer die ihm die Motive im 100er Pack liefern, andere Onlineworker laden diese bei den verschiedenen Anbietern hoch. Er muss nur noch strategische Entscheidungen treffen, neue Plattformen erkunden, Nischen auswählen etc. Und es rentiert sich (wenn seine Ausführungen stimmen). Sein Einsatz von ca 1200€ pro Monat bringt ihm mittlerweile einen recht stabilen Umsatz von über 2000 €.

Nachdem ich mir alle Videos angesehen habe dachte ich mir – Aber hallo, auch wenn es jeder macht , anscheinend kann man im TShirt Business nur gewinnen.

Auch andere Blogger wie Christian von Selbst-Schuld haben sich an das Experiment TShirt Business gewagt. Auch er hatte innerhalb ein paar Wochen sein erstes Shirt verkauft.

Dann mal ran an die Shirts  – Der Penningfuxer im TShirt Business

arbeit

Das wollte ich natürlich auch mal ausprobieren. Da ich aber halt nun mal eher aufs Sparen als aufs Geld Ausgeben gepolt bin war für mich klar , dass ich es versuchen wollte zumindest am Anfang ohne Auslagen zu testen. Ich bin zwar kein Designer und würde mir nicht mal ein besonderes grafisches „Auge“ attestieren , aber irgendein Bild per Gimp mit ´nem Spruch verziehren – Come on das kann sogar ich.

Meine Erfahrungen im T-Shirt Business seit Oktober 2018

Ich startete also wie der Oeconomicus es in seinem Video beschrieben hatte:

  1. Accounts bei Spreadshirt.de, Redbubble.de und Shirtee.de angelegt.
  2. Fleißig hübsche Bilder mit Text kombiniert , oder einfach nur Textmotive erstellt und überall hochgeladen.
  3. Jeden Tag auf den ersten Sale gewartet.

Das hier waren die ersten paar Designs die ich erstellt und hochgeladen hatte – ja sie sind grauenhaft schlecht – aber wie Aaron vorgemacht hatte – normal verkauft sich auch der größte Mist.

 

tshirt eins haschtag tshirt got shirt

 

Der erste Sale kam aber nicht nach 3 Tagen , auch nicht nach 1 oder 2 Wochen.
Stattdessen Probleme: 

  • Die Anbieter lehnten immer mehr meiner Designs ab. Wie ich dann nachlesen konnte  wird bei Spreadshirt mittlerweile gar nichts mehr angenommen was auf „copyright-free“ Seiten verfügbar ist. Und auch sonst werden Serienmotive (Blabla ist der beste Job der Welt) und allerlei mehr abgelehnt.
  • Wenn ich meine Designs suchte, fand ich sie zwar irgendwo auf Seite dreihundertachzig aber die sahen richtig scheisse aus. Wie wenn die absichtlich das Produkt auswählen auf dem das Motiv am wenigsten zur Geltung kommt. 5 Zeilen Text – Motiv wird auf einer Mini Kappe dargestellt was keine Sau lesen kann. Die weiße Schrift wird auf dem hellrosa Babylatz angezeigt etc.

So langsam beschlich mich der verdacht, dass es doch kein Selbstläufer werden würde.

So klappts wohl nicht mit dem T-Shirt Business – Was mache ich falsch ?

verwiirung verträge

Irgendwas machte ich also offensichtlich falsch. Ich hatte allerdings kein wirklichen Plan was.  Ja die Designs sind grausig, aber das war doch nach seinen Erfahrungen sekundär. In einem Video hat er auch gezeigt welche Beschreibungen er nutzt. Da war auch nichts besonderes zu entdecken. Ja Klar man sollte überall „Geschenk“ etc einbauen weil danach oft gesucht wird aber ansonsten? Halt kurz beschreiben was auf dem Motiv zu sehen ist und paar Keywords gesetzt. Also nichts was ich nicht auch mache.

Der Preis vlt? Aaron hat in seinen Videos berichtet, dass die Leute seine Shirts für 8 € Aufpreis genau so kaufen wie wie für 2 und 3 € . Ich hatte und habe da zwar meine Zweifel aber der Erfolg gibt ihm nun mal recht. Aber dennoch wollte ich auf Nummer sicher gehen und schraubte meine Preise auf die von Spreadshirt empfohlenen 2 – 3 € runter.

Auch damit tat sich …. nichts. Kein Verkauf in der folgenden Woche.

Die Design Qualität? Vielleicht war die Zeit für Schrottdesigns einfach vorbei und die Leute wollten jetzt keine simplen Sachen mehr haben. Also war es Zeit mir für die Designs etwas mehr Zeit zu nehmen, ein paar Tutorials zu schauen und neues auszuprobieren. Zusätzlich hatte ich auch noch ein paar wirklich hochpreisige Designs von früheren Projekten (Kosten 200-400 € pro Design) die ich nun auch als TShirt-Design vermarkten wollte.

Die „zweite“ Stufe meiner Uploads waren also gefühlt schon etwas anspruchsvoller als die erste Generation:

tshirt wikinger frau feminismus shirt Katzen Shirt

 

Aber auch damit… die Tage vergingen … nicht ein lumpiger Sale!

Ich experimentierte noch mit verschiedenen Nischen-Shirts (Jäger, Pfälzer) aber auch das interessierte die Käufer offensichtlich nicht. 🙁

Der erste SALE!

Geldregen

Es war Samstag abends, ich hatte mich mit einem Glas Wein hingesetzt und mein Gimp hochgefahren um weitere Designs zu erstellen. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich langsam die Hoffnung verlor. Es waren jetzt bereits 6 Wochen vergangen, über 150 Designs erstellt und hochgeladen und 0,0 Sales! Niente. Der Typ verkauft nach 3 Tagen sein erstes Mist-Design und ich geb mir teilweise wirklich mühe oder lade teure Kunst zu minimalsten Preisen hoch und nichts passiert.

Bis jetzt! Eine EMail trudelte ein. Betreff: „Ein weiterer Verkauf“ . Reaktion: „Was soll das sein? Sicher wieder so ein Aktientipp“ Aber weit gefehlt. Es waren die Jungs von Shirtee die mir meinen ersten Tshirt Sale verkündeten!!!
Ich war wirklich einigermaßen aus dem Häuschen. Endlich ! Mir war es in dem Moment egal , dass ein einzelner Sale natürlich überhaupt nichts „bringt“ , nichts beweist oder sonstwas. Aber er war endlich da.

Irgendjemand hat sich dazu entschieden mein Anti-Grünen -Pro Diesel Tshirt zu kaufen:

Verkaufspreis: 19,95 €
Umsatz für mich: 10.95 € (ja Shirtee hat da die deutlich bessere Preis/Anteil-Marge im Vergleich zu Spreadshirt und Redbubble.)

Auch wenn der Umsatz gegen meinen Zeiteinsatz gerechnet einen Stundenlohn in 0-komma Bereich bedeutet. Dieser Sale war wichtig für mich – es ging – man kann was verkaufen.

Fazit nach knapp 10 Wochen T Shirt Business:

Kurz zusammengefasst kann ich aktuell soviel sagen:

  • Man kann TShirts online verkaufen komplett ohne finanzielles Risiko (wenn man sich an Copyright- und andere Gesetze hält)
  • Das erfordert dann Zeit und ein Mindestmaß an gestalterischen Möglichkeiten sowie an Kreativität.
  • Aber um wie der Oekonomicus – innerhalb von ein paar Monaten 4-stellige Umsatzszahlen zu produzieren muss man deutlich besser – oder deutlich risikofreudiger sein als ich es bin.
  • Für mich bleibt es vorerst ein netter Zeitvertreib für die langen Winterabende , keine zuverlässige Einkommensquelle.
  • ich möchte weiterhin kein Geld rein stecken. Dafür habe ich noch zu viele Zweifel ob wirklich in dem erhofften Ausmaß wachsen würde.

Ich habe mittlerweile auch auf anderen Plattformen erste Produkte verkaufen können  – und bin auf einer Plattform leider auch schon gesperrt worden – Aber dazu berichte ich euch im nächsten Update.

Wie sind eure Erfahrungen im Tshirt Business?

Habt ihr es auch schon probiert? Seit ihr selbst erfolgreich? habt ihr es irgendwann wieder aufgegeben? Über das Feedback von erfolgreichen und auch (wie ich) nicht so erfolgreichen Tshirt Sellern würde ich mich freuen.

5 Replies to “Erfahrungen TShirt Business : Nicht jeder hat es drauf

  1. Hallo und auch von mir einen herzlichen Dank für diesen tollen Artikel. Ich bin nun auch seit ca. 6 Monaten intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Witzigerweise kam auch ich über Homo Oeconomicus (Klasse Name) zu dem Schluss, es einmal ernsthaft zu probieren. Ich kannte das Business zwar schon länger, hatte mich aber anfangs nicht wirklich damit beschäftigt. Inzwischen betreibe ich die ganz Sache schon recht professionell und glaube insgesamt auf einem guten Stand zu sein. Allerdings ist bei mir die „Basis“ mit knapp 50 Designs noch überschaubar. Habe ich die ersten 20-30 Designs noch nach dem Motto Masse statt Klasse erstellt, gehe ich nun dazu über, eher den Qualitätsaspekt in den Fokus zu rücken. Denn da fängt meiner Meinung nach die „Nische“ an. Viele Designs sind billig und schnell nachgemacht. Ich versuche nun eher ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Leider fehlt aber auch bei mir noch der erste Verkauf und somit ein wenig der Motivationsturbo. Somit betreibe ich die ganze Sache derzeit eher als professionelles Hobby mit viel Ambition und ungewissem Ausgang. Gern möchte ich mich daher der „Gruppe“ anschließen. Habt ihr schon einmal über eine „Line“ Gruppe nachgedacht? Viele Grüße. Mirko.

  2. Hey Gerrit und Philipp,

    willkommen Leidensgenossen 🙂
    Ja das mit den Nischen ist wirklich so der Dreh und Angelpunkt. Sie darf nicht zu klein sein , sonst findet man keine Käufer und auch nicht zu groß sonst ist die Konkurrenz vermutlich besser ^^

    Wenn ihr wollt können wir uns ja untereinander ein wenig auf dem Laufenden halten bzw Fragen beantworten. Schreibt mir einfach an Kontakt@Penningfuxer.de dann leite ich das an den jeweils anderen weiter (oder falls sich noch mehr austauschen wollen auch an die).

    Vieleicht können wir uns ja gegenseitig auf ein paar gute Ideen bringen oder von jemandem der schon „weiter“ ist ein paar praktische Tipps holen.

    mfg
    Oli

  3. Hallo Oliver und Philipp

    ich bin genau so wir Ihr, über die Videos von Aaron (Homo Oeconomicus) auf das ganze „print on demand“ Thema gestoßen. Wie Oliver es so treffend beschrieben hat, wollte ich es auch mal ausprobieren wenn es doch so einfach ist ;-).

    Mit meiner Frau habe ich dann zusammen ein Paar einfach T-Shirts erstellt und anfangs nur bei spreadshirt.de hoch geladen. Aktuell sind wir bei spreadshirt.de und .com und Amazon. Jedoch warten wir bei Amazon auf das Tierup um mehr Designs hochlanden zu können und bei spreadshirt auf weitere Sales (leider hatten wir erst einen) 🙁

    Meine Frau und ich sind mittlerweile zu dem Entschluss gekommen das der Markt so überfühlt ist mit „einfachen“ Designs uns Sprüchen, dass es echt schwere ist nur über organische Treffer Verkäufe zu erzielen, deshalb werden wir uns kommenden Jahr mit Amazon und Facebook Werbung auseinander setzen. Desweiteren wollen wir das Experiment Outsourcing über Fivrr mal wagen und uns Designs erstellen lassen.

    Wo wir uns aktuell noch am schwersten tun, ist das finden von passenden Nischen – Gefühlt gibt es einfach schon alles.

    PS. das Diesel Shirt finde ich lustig 😉

    Gruß,
    Gerrit

  4. Guten Morgen!

    Ich wollte doch mal den Beitrag kommentieren, da ich durch Zufall darüber gestolpert bin.

    Ich bin auch vor gut 4-5 Monaten auf Youtube auf den Kanal von „Homo Oeconomicus“ aufmerksam gewurden, dank der Vorschläge auf Youtube.

    Da ich schon immer eine leichte kreative Ader hatte, wollte ich es auch mal neben der Arbeit probieren. Meistens setzte ich mich immer am Sa & So immer zu je 3 Stunden hin und habe in Gimp, jetzt mit einem anderen Programm, rumgebastelt. Unternehmerisch, sowohl vom Wissen als auch vom Können, stecke ich ja noch in den Kinderschuhen. Auch wenn es mich schon immer gekribbelt hat selbst tätig zu werden.

    Bis jetzt habe ich um die 200 Stk. zusammengebastelt. Anfang Dezember hatte ich meine ersten beiden Verkäufe (7€ & 5€), welche mich doch wieder mehr motiviert hatten. Ohne Werbung duch FB / Google werde ich wohl auch bei einfachen Motiven bleiben. Komplexere und schönere Motive lohnen sich bestimmt erst, wenn diese entsprechend beworben werden. Zumindest meiner Meinung nach.

    Wenn du Lust hast können wir uns ja weiter austauschen. Bin schon seit einer Weile auf der Suche nach Anfängern wie mich. 🙂

    Schöne Grüße
    Philipp

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